Nachweise International am 30. Mai 2006 in Berlin vorgestellt

Jugendliche mit Staatssekretär. Foto: R. Velazco Davalos Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Trägerbereichen der internationalen Jugendarbeit nutzten in Berlin die Gelegenheit, sich über die Anwendung und Verbreitung der Nachweise International zu informieren.

"In einer zunehmend globalisierten Welt sind internationale Projekte eine wertvolle Erfahrung für jeden jungen Menschen. Soziales Talent und interkulturelle Vielfalt tut Deutschland gut! Ihre Wertschätzung und Einbeziehung in unser Handeln und Denken befördern Demokratie, Toleranz und Innovation. Durch die "Nachweise International" haben diese engagierten Jugendlichen bei einer späteren Berufsbewerbung die Möglichkeit, sich noch gezielter zu profilieren", sagte Staatssekretär Gerd Hoofe bei der Auftaktveranstaltung. "Personalchefs erhalten durch die Zertifikate ein detailliertes Bild von den Fähigkeiten und Schlüsselkompetenzen der Jugendlichen. Diese Art des nicht-formalen Lernens bereichert den Einzelnen aber vor allem auch unsere Gesellschaft durch Weltoffenheit, Internationalität und den Nutzen interkultureller Schätze."

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Datenbank zur Ausstellung des Teilnahme- und Engagementnachweises offiziell freigeschaltet, so dass sich interessierte Träger von internationalen Jugendprojekten seit diesem Zeitpunkt sehr einfach den Teilnahme- und Engagementnachweise online ausstellen und ausdrucken können. Die Registrierung dazu ist auf dieser Webseite unter Teilnahme- und Engagementnachweis International möglich. 

 

 

 

Bei dieser Gelegenheit wurden von Staatssekretär Gerd Hoofe die ersten "Kompetenznachweise International" an drei Jugendliche vergeben, die im Jahr 2005 im Rahmen der Pilotphase aktiv an internationalen Begegnungen teilgenommen hatten.


Neben Manfred von Hebel von der Europäischen Kommission, der die Nachweise International in den europäischen Kontext einordnete, sprach auf der Präsentationsveranstaltung auch Prof. Jürgen Henze von der Humboldt-Universität Berlin. Besonders positiv schätzte Prof. Henze ein, dass der Kompetenznachweis International sich das dialogische Prinzip von subjektiver Beobachtung und Bewertung zu Nutze macht und damit auf einseitig quantifizierende Methoden verzichtet.

 

Auch der Vertreter und die Vertreterin aus der Wirtschaft bewerteten die Nachweise International hinsichtlich ihrer Relevanz für Personalverantwortliche in Unternehmen sehr positiv. Für Ansgar Kinkel, Personalleiter der Detecon International GmbH, fördern die Nachweise International interkulturelle Kompetenzen zu einem Zeitpunkt, der die Persönlichkeit am nachhaltigsten prägt. Darüber hinaus schaffen sie so die Dokumentation für einen Bereich, der von Personalverantwortlichen bisher eher als Freizeit betrachtet wurde.


Mareike Hammerschmidt-Wilkens, Manager Vocational Training, Airbus Deutschland GmbH, wies u.a. auf die Bedeutung des Reflexionsprozesses hin, der durch die Nachweise International angestoßen wird: „Die Nachweise International machen den Jugendlichen in einem Dialogverfahren eigene Leistungen und Kompetenzen bewusst, so dass diesen jungen Menschen ein Reflexionsprozess bekannt ist, der ihnen später in ihrem Berufsleben wieder begegnet.“

 Vortrag Manfred von Hebel, Europäische Kommission (98 KB)

Vortrag Dr. Jürgen Henze, Professor Humboldtuniversität Berlin (27KB)

Vortrag Ansgar Kinkel, Detecon International GmbH (1.139 KB)

Vortrag Mareike Hammerschmidt-Wilkens, Airbus Deutschland GmbH (455KB)